Freitag, 26. Februar 2010

Risotto mit sonnengetrockneten Tomaten und gegrillter Aubergine


Gerade von einer Australienreise zurückgekommen, hatte ich Lust, ein Gemüserisotto zu kochen, das es dort - speziell in den zivilisierteren Gegenden - aus unerfindlichen Gründen beinahe in jedem Café gibt. (Die australische Nomenklatur ist etwas verwirrend: "hotels" sind beispielsweie Kneipen und "cafés" sind Bistros...) Lange vorbei sind die Zeiten, da es Down Under lediglich Fish & Chips und Braten mit Kartoffelbrei, Erbsen und Möhren gab. Man könnte sogar sagen, die städtischen Aussies sind inzwischen ziemlich anspruchsvoll geworden; Qualität und Einfallsreichtum sind im kleinsten Freßschuppen extrem hoch. Interessant ist immer wieder die nonchalante Mischung aus asiatischen und europäischen Einflüssen, wo z.B. ein Risottogericht schamlos neben einem Thaicurry auf der Karte erscheint.

Bei diesem Rezept verwende ich in Olivenöl und Kräutern eingelegte getrocknete Tomaten, von denen ich immer ein Glas herumstehen habe, denn sie eignen sich auch hervorragend für Pesto, Rinderbraten, Eintöpfe, LehrernaufdenStuhllegen, Druckkompressen und vieles mehr. Das von den Tomaten, Kräutern, Chilis und Knoblauch aromatisierte Öl muß man nach dem Rausfischen der letzten Tomate auch nicht zur Sondermüllsammelstelle bringen, sondern kann es durchaus in Salaten, im Pesto oder anderen Applikationen zur Anwendung bringen. Alternativ kann man für dieses Rezept auch nicht-eingelegte getrocknete Tomaten verwenden, die 2 Stunden in Wasser eingeweicht wurden.


Risotto mit sonnengetrockneten Tomaten und gegrillter Aubergine
Für 2 Personen:

2 kleine, lange Auberginen
1 kleine Zwiebel, fein gehackt
1 kleine Knoblauchzehe, gehackt
1 geh. TL gehacktes Rosmarin
1 Tasse Carnaroli- oder Arborio-Reis
1 Glas Weißwein
Eine unbekannte Menge Gemüsebrühe
1 kleine Handvoll abgetropfter, grob zerschnittener getrockneter Tomaten
Etwas gehackte Petersilie
Butter
Geriebener Parmesan
Salz & Pfeffer

Als Erstes entledigst Du Dich der Enden der Auberginen und schneidest sie dann in gleichmäßig dicke Scheiben. Die werden mit Olivenöl eingepinselt und unter den Grill gelegt, bis sie beidseitig angebräunt sind. In der Zwischenzeit gilt es, sämtliche Fernsehkanäle durchzuzappen, um den Tatort auf HR zu finden, da die Programme selbstverständlich in keiner intellektuell greifbaren Reihenfolge programmiert sind. Wenn der Krimi endlich gefunden ist - die Leiche hat man natürlich schon verpaßt - holt man die hoffentlich noch nicht verstorbenen Auberginenscheiben aus dem Ofen und läßt sie abkühlen. Es bietet sich nun an, einen schweren Topf auf mittlerer Flamme anzuheizen, Zwiebel, Knoblauch und Rosmarin in etwas Olivenöl anzuschwitzen und dann den ungewaschenen Reis hinzuzugeben. Den rührt man so lange, bis er vom Öl umhüllt und glasig geworden ist. Während der Komissar den ersten Spuren nachgeht, erhitzen wir die Brühe und lassen sie auf kleiner Flamme parallel zum Reistopf auf dem Herd. Zunächst aber kommt ein Glas Weißwein in den Reis, ein weiteres in den Koch. Nun läßt Du den Alkohol verkochen und wartest - rührend - bis der Reis die Flüssigkeit weitgehend absorbiert hat. So verfährst Du nun auch mit der heißen Brühe, die immer wieder kellenweise zum Reis gegeben wird, bis sie absorbiert ist. Nach ca. 10 min fügst Du die Tomaten hinzu, nach 20 min die grob zerteilten Auberginen. Das Rühren nicht vergessen! Zum Klo abhauen oder zwischendurch ne Runde Texas Hold'em spielen ist nicht. Immer schön in konzentrierter Rührstellung vor Ort bleiben. Wenn der Reis al dente ist, darfst Du das Rühren endlich einstellen, etwas Petersilie, Butter, ca. 1 EL geriebenen Parmesan, Salz und Pfeffer (alles nach Geschmack) einrühren und bekommst sogar noch die Aufklärung des Falles mit, dessen Beginn und Ablauf Dir dummerweise entgangen sind.

Donnerstag, 28. Januar 2010

Italienische Linsensuppe mit Fenchel


Ich liebe Hülsenfrüchte! Linsen, Borlotti- und weiße Riesenbohnen, Kichererbsen - alles astreine, superflexible und substantielle Träger für Suppen, Eintöpfe, Salate oder Gemüsebeilagen. Man sollte hierbei wirklich einen Tag im voraus planen und getrocknete Bohnen oder Kichererbsen über Nacht einweichen, dann selbst kochen. Dosenware ist gelegentlich OK, aber es geht nichts über den nussigen Eigengeschmack von selbstgekochten Hülsenfrüchten. Und spottbillig sind sie dann auch noch! Deshalb wird Hartz-IV-Familien ja inzwischen empfohlen, sich ausschließlich von Hülsenfrüchten zu ernähren. Linsen brauchen in der Regel nicht eingeweicht zu werden, alle anderen Hülsenfrüchte sollte man mindestens 8-12 Std. in einem relativ flachen Gefäß gut mit Wasser bedecken, sodaß sie Platz haben, sich wundersam zu vergrößern. Wichtig beim Kochen: kein Salz!!! Bei Hülsenfrüchten, die in Salzwasser oder salziger Brühe gekocht werden, bleibt die Haut unappetittlich hart. Deshalb kommt bei diesem Rezept das Salz erst zum Schluß in den Topf. Diese Linsensuppe mit Fenchel ist ursprünglich aus einer Verlegenheit heraus entstanden: ich hatte Linsen und Fenchel. Sonst nüscht. OK, abgesehen von einer Dose Tomaten, etwas Speck, etc. Aber das hat man ja immer irgendwo rumfliegen, nicht wahr?


Italienische Linsensuppe mit Fenchel
Für 4 Personen:

1 große Knoblauchzehe, gehackt
1 mittlere Zwiebel, gewürfelt
Speck oder Pancetta (ca. 1 EL gewürfelt)
1 kleine Möhre, gewürfelt
1 Knubbel Sellerie, gewürfelt
1 Chilischote, gehackt (optional)
1 Lorbeerblatt

1 Dose Tomaten, ohne Saft, gehackt
1 Tasse grüne Linsen
1/3 Tasse Basmati- oder Risotto-Reis
1 mittlere Knolle Fenchel
1 Haufen grob gehackte Petersilie
Meersalz, Pfeffer
1 TL Balsamicoessig
Etwas geriebener Parmesan

Eifler Landbier oder ein Obergäriges Deiner Wahl öffnen, irgendeine Paul-Weller-Platte auflegen (heute ist es Carole King, aber das kann mir ja keiner nachweisen...) und Knoblauch, Zwiebel und Speck auf mittlerer Flamme kurz anschwitzen, nun Möhre, Sellerie, Chilli und Lorbeerblatt hinzufügen. Alles mindestens 8 min weiter im offenen Topf anschwitzen, ohne daß es braun wird. Braun ist gar nicht gut. Dann die Tomaten in den Pott, aufkochen lassen und mit ca. 700 ml Wasser auffüllen. Während das alles zum köcheln kommt, Linsen waschen und eventuelle Steinchen rauspicken (letztere kommen bei Gästen, vor allem denen, die noch keinen Zahnersatz haben, überhaupt nicht gut an), anschließend kommen sie auch - erraten: in den Topf. Nach 10 min Köcheln muß nun der gewaschene (Basmati) oder ungewaschene (Risotto) Reis dazugegeben werden; bei Risotto-Reis wird man voraussichtlich mehr Wasser hinzufügen müssen, da der relativ viel Stärke abgibt. Währenddessen den Fenchel zurechtschnitzen (Stiele ab, Boden ab, längs halbieren, quer halbieren und in Scheiben schneiden) und nachdem der Reis 10 min hinter sich hat, dazugeben. Das ganze Spiel fertigkochen, bis Linsen, Reis und Gemüse gar sind. Petersilie, nach Geschmack Salz, Peffer, Balsamicoessig und Parmesan rein, umrühren, fertig. Falls die Suppe zu sämig wird oder sogar droht, anzubrennen, mehr Wasser rein. Kein Eifler Landbier. Wasser. Klar?

Mittwoch, 27. Januar 2010

Penne mit Brokkoli


Lange Zeit habe ich Brokkoli für ein unheimlich langweiliges Gemüse gehalten - langweiliger als die TV-Wiederholung eines Zweitligafußballspiels. Nie wußte ich, was ich damit anfangen sollte, außer ihn zu blanchieren und als erbsen-und-möhren-artige Beilage zu servieren. Bis mir dieses Rezept in einem lichten Moment auf einer fliegenden Torte erschien... Wie fast immer bei Pastasaucen ist weniger mal wieder mehr.

Ich erwähne es gleich - und nicht zum letzten Mal:
Erstens - kauft gute Trockenpasta! Billige Pasta, z.B. vom ALDI, wird in Windeseile in heißen Industrieöfen getrocknet und dann beim Kochen nicht richtig al dente, sondern quillt auf. Auch Barilla ist nur marginal besser, im Notfall zu ertragen. Pasta von De Cecco (z.B. HIT oder REWE) ist schon eine Klasse besser und die einzige in deutschen Supermärkten erhältliche getrocknete Pasta, die wirklich akzeptabel ist. Zweitens - Nudelwasser muß nach Meerwasser schmecken! Ich kenne zwar keinen, der das Kochwasser abschmeckt, aber es sollte richtig salzig sein. Nur so schmeckt Pasta nach Pasta, gerade bei relativ, ähem, saucenlosen Saucen.


Penne mit Brokkoli
Für 2 Personen:

1 EL Pinienkerne
1 kleiner Brokkolikopf, in kleine Röschen zerteilt, die weichen Stielteile in Scheiben geschnitten
2 Knoblauchzehen, in Scheiben geschnitten
2 EL Zitronensaft
Gutes Olivenöl
1 gehäufter EL geriebener Parmesan
1 kleine Handvoll zerrissene Basilikumblätter
Meersalz
Pfeffer

Zunächst legst Du mal "Okie von JJ Cale" auf, setzt das Nudelwasser auf und erhitzt eine Sautierpfanne mit Olivenöl auf mittlerer Hitze, dann brätst Du die Pinienkerne rundum hellbraun. Jetzt kommt der Brokkoli dazu und wird gründlich sautiert; nach ca. 7 min Knoblauch rein. Nach weiteren 3 min 2 EL Nudelkochwasser, in dem die Penne inzwischen fröhlich vor sich hinkochen, rüberscheppen und weitersautieren, bis das Gemüse bißfest gegart ist. Nun mit dem Zitronensaft, einem sehr großzügigen Schuß guten Olivenöls, Salz, Pfeffer, Basilikum und Parmesan abschmecken und mit den Nudeln vermischen.

Freitag, 22. Januar 2010

Bolognese-Ragout


Wer eine Bolognese-Sauce für gebratenes gemischtes Hack mit Tomatensauce hält, ist hier gänzlich fehl am Platz! Eine Bolognese ist ein relativ aufwändiges Gericht und wird in Italien meistens "al ragú" genannt, und das nicht ohne Grund: idealerweise bittet man den Metzger seines Vertrauens um Hackfleisch, das nur einmal durch den Wolf gedreht wird. An der Fleischtheke im Supermarkt gucken die Damen nur doof, wenn man mit einer solch dreisten Aufgabe droht - schließlich liegt das vollständig zerfetzte Hack ja seit drei Wochen in der Auslage und muß dringend an den Mann gebracht werden. Wir wollen aber grob gehacktes Hackfleisch. Der obligatorische türkische Metzger hat selten ein Problem damit; mein Türke in Bonn, den ich bis zu meinem Umzug in die Eifel regelmäßig heimgesucht habe, hat Hackfleisch grundsätzlich erst auf Bestellung durchgedreht. Mein jetziger Metzger, der Hofladen Leif in Müsch auf der falschen Seite der NRW-RP-Grenze, macht auch keine Mucken. Man muß nur die richtigen Leute fragen. Wie immer im Leben. Für "Spaghetti al ragú" gibt es in Italien ungefähr so viele Rezepte wie korrupte Beamte, die sich ziemlich geringfügig voneinander unterscheiden. Die eine Mamma nimmt Milch statt Sahne, die andere Butter statt Olivenöl, die nächste läßt die Pilze weg, die übernächste nimmt noch Speck oder Pancetta dazu. Meine Version hat immerhin so gut "funktioniert", daß die Kinder meines besten Kumpels Micha sich seit dem Erstgenuß dieses Rezepts mit "Reckybolognese" darauf beziehen. Das Anchovisfilet agiert hier als Geschmacksverstärker und hinterläßt überhaupt keinen Fischgeschmack. In Norditalien wird "ragú" übrigens traditionell mit Entenhack zubereitet; auch mit Lamm- oder gemischtem Lamm- und Rinderhack ist es sehr astrein.

Spaghetti al ragú
Für 2 Personen:

1 kleine Möhre, klein gewürfelt
1 kleiner Knubbel Sellerie, klein gewürfelt
1 Zweig Rosmarin, fein gehackt
1 kleine Zwiebel, fein gehackt
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
1 Anchovisfilet, gehackt
300 g einfach durchgedrehtes Hackfleisch (Rind, Ente oder Lamm/Rind)
1 gehäufter EL Tomatenmark
Einweichwasser der Pilze (s.u.)
100 ml Fleischbrühe (bei Ente Gemüsebrühe)

1 Chillischote ohne Samen, gehackt
1 EL getrocknete Steinpilze, 30 min in heißem Wasser eingeweicht, dann gehackt
1 Schuß Sahne
Salz, Pfeffer, Muskat

Als erstes holst Du Dir mal den schwersten Topf raus, den Du hast, am besten eine Kasserole oder einen kleinen emaillierten Eisenguß-Bratentopf. Mittlere Flamme, und Möhre, Sellerie, Zwiebel, Knoblauch, Rosmarin und Anchovisfilet anschwitzen, durchaus 7 oder 8 Minuten, sodaß die Zwiebel glasig wird und die Möhren ein wenig weich. Dabei das Anchovisfilet mit dem Kochlöffel zerdrücken, sodaß es sich auflöst. Jetzt das Hackfleisch auf höchster Flamme dazugeben und krümelig braten. Das aus dem Fleisch austretende Wasser muß sich vom Acker machen und das Fleisch muß leicht anbacken, damit es Röststoffe bildet. Wenn es soweit ist, das Tomatenmark mit dem Fleisch verrühren und leicht anbacken lassen, damit es karamelisiert. Nun das Pilzwasser und die Brühe angießen und das Angebackene damit vom Topfboden lösen. Chilli und Steinpilze dazu. Die ganze Chose darf jetzt ne knappe Stunde auf kleiner Flamme vor sich hinköcheln. Wenn es zu trocken wird, etwas Wasser nachgießen; wenn es zu flüssig ist, die Hitze gegen Ende der Kochzeit volle Pulle hochdrehen und verkochen lassen. Die Konsistenz soll feucht sein, aber ohne viel Flüssigkeit - in Italien ist Pasta mit Unmengen an nasser Sauce schwer verpönt, und das nicht ohne Grund. Zuletzt die Sahne dazugeben und kurz aufkochen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken und mit den inzwischen al dente gekochten Spaghetti vermischen. Lecker Parmesan drüber reiben.

Dienstag, 19. Januar 2010

Zitronenkartoffeln


Was bedeutet eigentlich "vorwiegend festkochend"? Ein paar bleiben bißfest, die anderen nicht? Hmm. Darüber denke ich schon seit 15 Jahren nach. Als hätte ich nix anderes zu tun. Jedenfalls brauchen wir Kartoffeln dieses Typs, am besten anständige, die von innen wachsig gelb sind und nach Kartoffel schmecken. Also nicht die geschmacksneutralen Dinger aussem Discounter. Diese Zitronenkartoffeln sind ein griechisches Rezept und zweifellos die beste Art, Kartoffeln zuzubereiten. Kein Widerspruch!

Zitronenkartoffeln
Für mehrere Personen:

Ein Berg Kartoffeln gleicher Größe
Saft einer Zitrone
Olivenöl
1 EL Oregano
Salz
Pfeffer
Wasser

Ofen auf 180°C vorheizen (am besten nicht Umluft). Kartoffeln schälen und in dicke Stifte schneiden - nicht solche schwachbrüstigen Kartoffelstäbchen wie bei McDoof, sondern richtige Kanten. Mit dem Olivenöl, Zitronensaft, Oregano, Salz und Pfeffer gut vermischen, in eine flache Auflaufform geben, mit Wasser so weit auffüllen, das der Boden 1 cm bedeckt ist und 1 Std. offen backen, dabei gelegentlich mit einem Schaumlöffel umschaufeln. Bis dahin dürfte das Wasser weitgehend verdunstet und die Kartoffeln an den hervorstehenden Ecken ganz leicht angebräunt sein. Sie sollen nicht knusprig werden, sondern zart.

Griechischer Rote-Bete-Salat


Wer Rote Bete nur als in Essig eingelegtes Gemüse aus dem Glas kennt, kennt Rote Bete nicht! Die Dinger schmecken unglaublich gut, wenn sie gekocht oder im Ofen gebacken zu Salat verarbeitet werden. Hier kommt ziemlich viel gehackter Knoblauch rein; normalerweise bin ich bei Knoblauch ein Freund von "weniger ist mehr", aber es gibt so ein paar Sachen, bei denen die Schärfe von Knoblauch unverzichtbar ist - wie dieser griechische Rote-Bete-Salat. Die holzige Süße von Roter Bete verlangt nach Säure. Ich verwende in diesem Rezept Balsamico-Essig; wenn dieser nicht sauer genug ist, muß man mit ein paar Spritzern Zitronensaft nachhelfen. Eine halbe Handvoll Walnüsse passen super in diesen Salat - ich hatte diesmal keine parat, deshalb einmal ohne. Wichtig bei der Zubereitung ist das Unterheben des Dressings, während die Rote-Bete-Würfel noch warm sind. Auf diese Weise nehmen sie das Aroma besser an.


Griechischer Rote-Bete-Salat
Für 2-3 Personen:

3 tennisballgroße Rote-Bete-Knollen ohne Stiele und Wurzelpillemann
4 mittlere Knoblauchzehen
3 EL Balsamico-Essig
4 EL Olivenöl
Salz & Pfeffer
Evtl. ein Spritzer Zitronensaft
1/2 Handvoll Basilikumblätter
1/2 Handvoll Walnusskerne

Ofen auf 180°C vorheizen (Umluft 160°C, nicht vorheizen). Rote-Bete-Knollen möglichst luftdicht in Alufolie einwickeln, sonst gibt's ne Riesensauerei im Ofen. In der oberen Hälfte des Ofens 1 1/2 Std. backen - bei Tennisballgröße, sonst entsprechend länger - mußte selbst rausfinden. Wenn die Knollen gar sind, auspacken und schälen. Am besten eine Frau machen lassen; die sind erfahrungsgemäß weniger hitzeempfindlich. Dann in Würfel schneiden - genau 1x1 cm für Pedanten. Knoblauch sehr fein hacken und unter die Rote Bete heben. Das Dressing nicht einfach drüber kippen, sondern in einem kleinen Glas mit Deckel oder einem Tupperware-Shaker zubereiten, damit es sich im Salat nicht wieder entmischt - ne Emulsion für den Lebensmittelchemiker: Salz im Essig lösen, Olivenöl dazu geben und schütteln bis Tennisarm droht. Pfeffern und Dressing mit der Roten Bete vermischen. Zerpflücktes Basilikum und grob zerstoßene Nüsse rein, unterheben. Ne Weile ziehen lassen und z.B. mit Zitronenkartoffeln servieren.

Sonntag, 17. Januar 2010

Spaghetti mit Spinat




Ein ziemlich schnelles Rezept für Leute, die nicht zu faul sind, frischen Spinat zu kaufen und zu waschen. Mit Tiefkühlspinat ist es einfach nicht das Gleiche. Der ist für das eine oder andere vielleicht OK, aber schmeckt anders und ist sehr wässrig. Das kann man hier nicht gebrauchen. Also wird man wohl mal 5 Minuten zum Spinatwaschen erübrigen müssen. Bei 2 Essern hält sich der Aufwand ja im Rahmen.



Spaghetti mit Spinat

Für 2 Personen:


Ne Tüte Spinat

3 Knoblauchzehen

1 kleine Zwiebel

1 Dosen Tomaten oder 4 reife Eiertomaten

Salz

Pfeffer


Spinat gut wässern, um den Sand zu lösen und dann unter fließendem Wasser abspülen. An den Stielen abschneiden, unansehnliche Blätter auf den Boden zu dem ganzen anderen Müll fallen und später von der Küchenhilfe auffegen lassen. Spinatblätter grob in Stücke schneiden. Zwiebel fein hacken, Knoblauch in Scheiben schneiden. Dosentomaten grob hacken und gut abtropfen lassen; frische Tomaten häuten, Strunk und Glibber entfernen und hacken. Jetzt schmorst Du die Zwiebeln auf mittlerer Hitze an und gibst nach wenigen Minuten den Knoblauch dazu. Zwei Minuten weiter schmoren, dann die Tomaten rein, salzen und 5 Minuten köcheln lassen. Nun wird der Spinat seiner finalen Bestimmung zugeführt: ab in den Topf damit, Deckel drauf, Gemüse zusammenfallen lassen, pfeffern, fertig. Mit den inzwischen al dente gegarten Spaghetti vermischen und beim Tatort vor dem Fernseher verspeisen.